Sunday, January 02, 2011

2010 Ein Jahr im Rückblick

Was für ein Jahr das war. Ein Jahr voller Eindrücke, voller Abenteuer, Inspiration, Kultur und Menschen denen ich begegnet bin. Angefangen hat dieses Jahr zurück im winterlichen Deutschland. Wo ich die Zeit mit meiner Familie verbracht habe und zum letzten mal den Schnee genossen habe. Ich muss ehrlich zugeben. Als ich meine Sachen gepackt habe, dass sich die bevorstehe Reise wie ein Traum anfühlte.

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Eine Reise an Orte die so anders sind als alles das ich je gesehen habe. So weit weg das nach Hause kommen für ein paar Tage unmöglich ist. Eine Reise ins ungewisse. Ich habe schon viele Trips unternommen und ein paar Jahre in Irland verbracht. Doch das war anders. Bislang hatte ich für jede Reise die ich begonnen hatte die wichtigsten Grundbegebenheiten vor der Einreise durchgeplant. Unterkunft und Fahrt zur Unterkunft, meine Hauptziele, all das war diesmal nicht festgelegt.

Abflug ins Ungewisse

Mein erster Flug führte mich via London Heathrow nach Bangkok in Thailand. Bereits hier war alles anders. Außer meinen Weiterflug am nächsten Morgen Richtung Chiang Mai hatte ich nichts eingeplant. Die spontane Erkundung der Stadt begann und hier schossen mir die Eindrücke nur so durch den Kopf. Vieles war neu, Spannend und einiges war so viel westlicher als ich eigentlich erwartet hatte.

Statue in Bangkok

Meine Ankunft in Chiang Mai war der erste große ungewisse Teil meiner Reise. Außer dass ich 2 Wochen dort bleiben würde und dass Chris (ein Kumpel den ich aus Dublin kenne und der in Chiang Mai schon viel Zeit verbracht hat) mich am Flughafen abholen würde, war ich komplett Ahnungslos und ein klein wenig aufgeregt.
  • Wo werde ich die Nacht schlafen?
  • Wie wird die Unterkunft sein?
  • Wird Chris tatsächlich auftauchen?
  • Wie viel wird mich der Spaß kosten?
Am Ende stellten sich meine Sorgen als unnötig dar und ich hatte die schönste Zeit meines Lebens dort. Das spontane war es das mir so gefallen hat. An einem Tag fuhr ich mit dem Bus nach Pai wo ich die Gegend mit einem kleinen Motorrad besichtigt habe. Das erste mal in meinem Leben auf zwei Rädern unterwegs ohne strampeln zu müssen. Das hat mir so viel Spaß gemacht dass ich ein paar Tage später eine 220KM Motorradtour in die Berge unternommen habe.

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Langsamer Start in Australien

Meine Ankunft in Melbourne kam mir wieder ein wenig wie ein Traum vor. Nach den Eindrücken Asiens stand standen nun die Großstädte des Down Under bevor. Der erste Eindruck war der Harbour von Sydney aus der Luft welcher mir bestätigte, ja du bist in Australien obwohl ich es noch immer nicht so ganz realisiert habe.

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Auch hier hatte ich keine Unterkunft vorher eingeplant da ich keine Ahnung über die Verkehrsmittel in Melbourne hatte. Eine Sorge die ich nur aus Australien kenne war die Angst vor den Behörden. Diese Angst habe ich teils den Fernsehsendungen „Border Patrol“ und „Nothing to Declare“ welche an Australiens Flughäfen aufgenommen werden zu verdanken.
  • Habe ich tatsächlich keine Früchte im Gepäck?
  • Habe ich nicht irgendwelche anderen Dinge die sie dort stutzig machen könnten (Auf den Papieren die man ausfüllen sollte standen Dinge wie ob man Erde an den Schuhen hat)?
  • Hab ich alles richtig ausgefüllt?
Am Ende verlief alles jedoch Reibungslos und mit Ausnahme von einem kleinen Patzer mit meinem Gepäck kam ich gut in Melbourne an und konnte am Flughafen meine Unterkunft übers Internet buchen.

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Nach all den Reisen die ich erst vor kurzem hinter mich brachte nutzte ich die Gelegenheit in Melbourne ein wenig abzuspannen und alles nötige für meinen langen Aufenthalt in Australien zu organisieren.

Mein eigentlicher Plan war es Arbeit dort zu finden und mit der Saison Stadt für Stadt in den Norden zu wandern.

Mein erstes Auto

Nach mehreren Wochen ohne Erfolg Arbeit zu finden entschied ich mich das zu tun was viele mir empfohlen hatten. Ich begab mich auf die Suche nach einem Auto. Nach mehreren Versuchen fand ich Schlussendlich einen Van in gutem Zustand und dazu noch ein Toyota mit wenig Kilometern und nicht allzu alt.

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Mein Erstes Auto. Endlich Freiheit. Wohin wird es mich begleiten?

Nachdem es mein erstes ist, verdiente es einen Namen. Hmm, es ist schon etwas härter im nehmen, ist n bisschen wie n Laster. OK, es ist Männlich - es heisst Jimmy.
Ich muss ehrlich gestehen, ich hatte nicht gerade den glimpflichsten Start mit Jimmy. Erst hatte die Battery schwierigkeiten dann überhitzte er und dann die Diagnose von einem Mechaniker dass der Motor nicht rund lief -OhjeOo
Doch nach ein wenig Wartung und Vergaser Runderneuerung hat er mich seit nun 25.000KM nicht einmal im Stich gelassen und ich habe diese kleine Wundermaschine richtig lieben gelernt.
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Da Jimmy meine Wohnung für lange Zeit werden würde habe ich schon sehr früh angefangen ihn auszurüsten. So habe ich das Bett befestigt, einen Kühlschrank gekauft etc. etc…

Beginn einer Grand Tour

Mein Plan war es erst mal ein wenig Geld auf einer Farm sammeln und dann mit der Saison hoch Richtung Cairns zu fahren. Gesagt getan. Arbeit gefunden hatte als Traubenpflücker im Yarra Valley wo ich erstmal Kontakt mit anderen Vanpackern knüpfte. Es war alles so neu. Ich war bereits als Kind campen, doch das war einen Schritt weiter und die Atmosphäre mit so vielen anderen war einfach nur toll.

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Doch irgendwann waren die Trauben zu Ende und es wurde Zeit los zu reisen. Zuerst durch Gippsland und via Great Ocean Road zu den Grampians. Eine geniale Fahrt, doch es fehlte was. Nicht nur schlugen diese Distanzen ein happiges Loch in meine Ersparnisse, hauptscählich jedoch fühlte ich mich mit der Zeit ein wenig einsam.

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Bevor ich Victoria verlies musste ein Travelmate her. Schnurstraks eine Anzeige bei Gumtree geschaltet. Noch am selben Tag meldete sich Julia. Ein neuer Abschnitt. Meine erste Reisebegleitung und die mit der ich mich am besten verstanden habe. Auf meiner Reise bis nach WA habe ich insgesamt 7 verschiedene Travelmates auf dem Beifahrersitz gehabt.

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Bis Broome war meine einzige Pause ohne Travelmate auf einer Zitrusfarm in Gayndah (zwischen Brisbane und Bundaberg).

Reisen im Konvoy

Nach einem Monat auf der Zitrusfarm im Juni ging die Reise weiter. In Bundaberg traf ich per Zufall ein paar Backpacker die ich bereits aus Victoria kannte. Michi, Arun und Simone. Sie waren schon damals im Konvoy unterwegs der bis Juni mit Ashley, Rachel, Steffi und Alice größer wurde.

Um was neues zu probieren habe ich mich dem Konvoy angeschlossen. Arun verblieb zwar in Bundaberg, doch zogen wir mit noch einem weiteren Travelmate (Jan) in der Kolonne durch die Regenwälder Quenslands in den Norden.

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Einen schönen Zwischenstopp machten wir in den Whitsundays wo wir alle zusammen auf eine Segeltour gingen. Das erste mal auf einem Segelboot, another first Music
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In Cairns angekommen trennten sich unsere Wege und für mich war die Ostküste zu Ende. Von Jetzt an ging es nur noch Westwärts. Ich muss ehrlich zugeben. Die Ostküste war überraschen kalt und grün, nicht was ich eigentlich von Australien erwartet hatte.
Doch mit neuem Travelmate (Murielle) und nach langem ohne Konvoy gings ins Australien wie ich es mir vorgestellt hatte. Ab ins Outback, in die Wüste, das Land der Road Trains und Schotterstraßen. Mitunter 700KM ohne eine Richtige Ortschaft auf Schotter waren für mich ein langer Rally Special Stage, ein Test fürs Auto, wunderschön und ein richtiges Abenteuer!

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Via Uluru im Zentrum führte unsere Reise bis nach Darwin. Über die Mitte hoch zur Nordküste. Mit meinem vorerst letzten Travelmate (Steph) zog ich weiter. Diesmal durch die schönen Kimberley’s entlang der Bekannten Gibb River Road wo mein Auto schwimmen gelernt hat. Dieser Abschnitt endete in der schönen Stadt Broome in der ich mich für Kurze Zeit mit Michi und Steffi aus dem Konvoy wieder getroffen habe.

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Port Hedland

Die letzte Reise für dieses Jahr war zusammen im neuem Konvoy mit einem netten Französischen Paar via Cape Leveque runter Richtung Süden nach Port Hedland. Wo ich nach der Langen Zeit ohne richtigen Job zum ersten mal nach richtiger Arbeit suchte.

Hier habe ich mich für eine gewisse Zeit niedergelassen und genieße die Reisepause im quasi Australischen Lebensstil.

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Was ist für die Zukunft geplant?

Im Moment versuche ich ein zweites Jahr in Australien hin bekommen und meine Reise im Februar fortsetzen. Mein Ziel ist es eine volle Umrundung bis nach Melbourne zurück zu beendigen. Ob ich es schaffe Neuseeland zu besichtigen ist mir nach 100% klar.

Etwas das ich auf jeden Fall geplant habe ist eine Motorradreise mit Ashley und evtl. noch mehr Leuten durch Südostasien. Derzeitiger Startbeginn ist November im Norden von Thailand wo wir mit Honda Wave Motorrädern (in Europa Innova genannt) Richtung Süden wollen und weiter wollten. Insgesamt eine Reise mit epischen Ausmaßen. Das einzige was ich sagen kann ist: Stay tuned!

Meine Reise durch OZ größer darstellen.

Abschließende Worte

Insgesamt war das eines der Aufregendsten, Spannendsten, und Schönsten Jahre meines Lebens. In dem ich einige der Schönsten Orte der Welt gesehen habe. Mir einige der interessantesten Kreaturen unterkommen sind.

Doch etwas das mich am meisten geprägt hat sind die Menschen die mir untergekommen sind. Nicht nur einige unglaublich inspirierende Begegnungen dieses Jahr gehabt. Doch habe ich auch ein paar Freunde fürs Leben getroffen.

Mal schauen was 2011 mit sich bringt. Winke Winke

1 comment:

Patrick said...

Wow, was ne Bilanz. Ich bin beim Lesen ganz grün angelaufen, da kribbelts mich doch in den fingern ^^